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„An allem war’n die Pillen schuld“ erlebte glanzvolle Premiere

06.02.2012
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Bad Waldliesborn – Seit 1920 gibt es eine Laienspielschar in Bad Waldliesborn, die bis auf die Kriegsjahre des Zweiten Weltkrieges jährlich ein Theaterstück auf die Bühne bringt. Begonnen hatte alles im damaligen Kinderheim „Haus Carola“ unter dem unvergessenen Pfarr-Rektor Franz Beermann, der die Laienspielschar ins Leben rief. Nach der Erbauung der Pfarrkirche St. Josef spielte man seit 1930 lange Jahre auf einer Bühne in der sogenannten „Klusekapelle“, die 1972 abgerissen werden musste. Seit dieser Zeit nutzt die Laienspielschar die Bühne im „Haus des Gastes“ am Walkenhausweg. Und immer wieder waren es Bad Waldliesborner Lehrer, die sich gern als Regisseure zur Verfügung stellten.
So konnte auch in diesem Jahr unter der Leitung von Elmar Schinnen, der die Laienspielschar nun schon lange Jahre erfolgreich betreut und Regie führt, wieder ein Lustspiel in drei Akten inszeniert werden. Das Lustspiel „An allem war’n die Pillen schuld“ konnte am vergangenen Samstagabend vor ausverkauftem Haus eine überaus gelungene Premiere erleben, die mit lang anhaltendem Beifall und Ovationen bedacht wurde.


Foto: Opa Brinkmann (Diethelm Schleime, vorne) entwickelt mit Hilfe der Pillen „Aktivarent“ ungeahnte Aktivitäten in dem Theaterstück der Laienspielschar Bad Waldliesborn. Familie Kleinschmidt (Tochter Sabine alias Christiane Sauerland, Tochter Susi alias Andrea Mues, Mutter Elisabeth alias Barbara Hesse und Vater Bruno alias Detlef Grawe, von links) sehe staunend zu.

Der Inhalt ist schnell erzählt (Namen der Darsteller sind in Klammern angegeben): Familie Kleinschmidt ist eine ganz normale Familie: Mutter Elisabeth, das Mädchen für alles (Barbara Hesse), Vater Bruno, ein Polizeibeamter als Pascha (Detlef Grawe), Tochter Sabine (Christiane Sauerland) verliebt und verlobt mit Thomas (Torsten Nixdorf) und Susi (Andrea Mues) ein pubertierender Teenager. Seit kurzem lebt Opa Brinkmann (Diethelm Schleime) bei den Kleinschmidts und seit dem ist die häusliche Idylle am Ende. Seine Nörgeleien und seine Unausgeglichenheit fallen allen auf die Nerven. Daher wird von allen Seiten versucht, Opa für irgendwelche Aktivitäten zu begeistern – zunächst ohne Erfolg. Doch die Familie gibt nicht auf. Hilde schenkt ihm eine Anleitung zum Romanschreiben und Pillen, die zu mehr geistiger und körperlicher Betätigung führen sollen. Opa schluckt das Wundermittel haufenweise, was dazu führt, dass sich seine Lebensgeister ins Unermessliche steigern. Ab sofort übernimmt er das Kommando in der Familie und nebenher schreibt er auch noch eine Kriminalgeschichte, in der alle Familienmitglieder eine Rolle übernehmen müssen, was zu ungeahnten Turbulenzen führt.
Alle Rollen, auch die Nebenrollen waren mit Hildegard Hoyer, Michaela Sprengkamp, Franz-Georg Osdiek, Martin Linnemann, Freddy Eckernkemper, Ulrike Wilhelmstroop und Angelika Grawe ganz hervorragend besetzt. Ein eingespieltes Team von Laiendarstellern unter der bewährten Regie von Elmar Schinnen und der wichtigen Unterstützung der Souffleuse Andrea Hoyer brachte wieder einmal ein Theaterstück auf die Bühne des Kurtheaters, das sich sehen lassen konnte und keinen Vergleich zu scheuen braucht. Das bewiesen nicht zuletzt die lang anhaltenden Beifallstürme als zum Schluss der letzte Vorhang fiel.
Weitere Aufführungen sind für Sonntag, d. 12.2., 15 Uhr (mit Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr), Samstag, d. 25.2., 19.30 Uhr, Samstag, d. 3.3., 19.30 Uhr, Sonntag, d. 25.3. 15 Uhr (mit Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr), Ostermontag, d. 9.4., 19.30 Uhr, Sonntag, d. 22.4., 15 Uhr und Freitag, d. 11.5, 19.30 Uhr geplant.

Zuletzt geändert am: 06.02.2012 um 11:25

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